OOELL - Oberösterreichischer Landesverband Legasthenie/Dyskalkulie
 

Was bedeutet Dyskalkulie?


 Pädagogische Definition


Betroffene Personen haben eine andere Sinnes- und Sprachwahrnehmung im Gehirn. Dadurch entstehen Schwierigkeiten beim Rechnen. Die Schwächen können in der Optik, Akustik und dem logischen Verständnis liegen und je nach betroffener Person sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Beispielsweise hat ein Kind Schwierigkeiten Zahlen nach ihrem Aussehen zu unterscheiden, daher werden Zahlen verwechselt.
Wiederum andere Kinder tun sich schwer mit dem logischen Verständnis, deshalb ist es für sie eine große Herausforderung eine Textaufgabe in eine Rechnung umzuwandeln.


Medizinische Definition


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Dyskalkulie als Rechenstörung und hat den Begriff in das Internationale Klassifikationsschema psychischer Störungen (ICD-10) aufgenommen. Gekennzeichnet ist dieses Defizit durch anhaltende Schwierigkeiten beim Erlernen grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Division und Multiplikation.


Ursachen einer Dyskalkulie sind keine zu geringe Beschulung, Intelligenzminderung oder neurologische Erkrankung, sondern ein komplexes Zusammenwirken genetischer Faktoren. 



Auffälligkeiten beim Rechnen


  • Fehlendes Mengen- und Zahlenverständnis
  • Vertauschen von Zahlen und Rechenzeichen
  • Zuhilfenahme der Finger aufgrund fehlender Rechenstrategien – dadurch zählen die Kinder, anstatt zu rechnen
  • Fehlendes Verständnis von Zahlenräumen
  • Schwierigkeiten bei Textaufgaben